Mitwirkende

Aina
72, Rans sameby

Aina - Rentierhalterin in Rans SamebyAina ist als erste Frau von der Regierung mit einer Medaille für besondere Leistungen in der Rentierhaltung ausgezeichnet worden. Sie hat ihr ganzes Leben mit Rentierhaltung verbracht. In ihren 72 Jahren hat sie große Veränderungen erlebt. Früher war sie lange Strecken auf Skiern unterwegs, mit Kind und Pack auf dem Rücken. Heute bringt sie der ATV oder der Schneescooter über die Berge. Neben ihrer physisch äußerst anstrengenden Arbeit hat Aina fünf eigene Kinder großgezogen. Gleichzeitig arbeitet sie für die Organisation und die Rechte der Sami. Als Experte für Rentierhaltung war sie Mitglied mehrerer staatlicher Komitees.

Aina glaubt an die Zukunft. Sie hofft, dass Kinder und Enkel einmal in ihre Fußstapfen treten können. Als Zeugin vor Gericht muss Aina über ihre eigene Existenz und die ihrer Vorfahren aussagen – eine schwere psychische Belastung. Verliert das Samidorf, dann gibt es wohl doch keine Zukunft.

 

Elisabeth
48, Sirges sameby

Elisabeth - Rentierhalterin in Sirges SamebyElisabeth steht ihre Frau in einem von Männern dominierten Beruf. Sie jagt Elche, schlachtet und stückelt sie. Sie ist stark, mit einer guten Portion Eigensinn. Das Wort ‚unmöglich’ gibt es nicht für sie. Elisabeth hat nicht seit Kindesbeinen mit der Rentierhaltung zu tun, sondern erst seit sie ihren Mann kennt, den Rentierhalter Per-Anders. Wenn Elisabeth heute Rentiere einfängt und Kälber markiert ist das für sie genau so natürlich wie wenn Per-Anders sich zuhause um die Kinder kümmert. Aber als Frau trägt sie die Hauptverantwortung für Familie und Heim.

Elisabeth und ihre Familie leben von dem was die Natur schenkt. Der Alltag ist voll Wärme, Humor und Zufriedenheit. Die Kinder, Sanna und Antaris, kennen kein anderes Leben als das mit den Rentieren. Ein Leben ohne Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit und Familie. Plötzlich stürzt die Familie in ein Krise: der schlimmste Winter seit Jahrzehnten kann bedeuten, dass die Rentiere verhungern.

 

Lisa
25,  Vapstens sameby

Lisa - Vapstens SamebyLisa vergleicht das Verhältnis der Sami zu der übrigen Welt mit dem Aufeinandertreffen von zwei Seifenblasen. Sie berühren sich, beide sind gleich schön, aber es gibt eine Wand, eine Abgrenzung zwischen ihnen.

Lisa studiert Schulsport an der Hochschule und arbeitet halbzeitlich mit ihrem Vater in der Rentierhaltung.

Da passiert der Unfall. Vor bald drei Jahren kollidieren Lisa und ihr Vater frontal mit einem entgegenkommenden Auto. Beide sind schwer verletzt. Lisa liegt einen Monat im Koma, schwebt zwischen Leben und Tod. Ihr Überleben ist ein Wunder. Der Weg zurück ins Leben ist lang und Lisa kämpft immer noch für ihre Genesung. Heute arbeitet sie mit den Rentieren so weit es geht, Muße ist nichts für sie. Sie versucht, mit dem Alltag fertig zu werden, vielleicht kann sie später einmal ihren Vater ablösen – doch da kommt der nächste Schicksalsschlag. 

Herdenleben ist mit Bester Ästhetiker Film Preisgekrönt.

Herdenleben hat den Besten Ästhetiker Preis, in Nepal International Einheimische Filmfestspiele 2008, gewonnen!

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Filmteam
Kine Boman - regissör

Kine Boman arbeitet seit 2001 mit Dokumentarfilmen. Ihr erster eigener Dokumentarfilm war „Das einzige Bild meines Vaters“, der beim Göteborg Film Festival 2004 Premiere hatte.

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